Der Ätna (italienisch Etna oder auch Mongibello) ist der aktivste und mit rund 3.323 Meter über dem Meeresspiegel auch der höchste VulkanEuropas . . .
Die Seilbahnstation ist fast erreicht . . . Tickets sind gekauft . . . Was für ein Gerät . . . Spärliche Vegetation . . . . . in vielen Farben Im Winter wird hier Ski gefahren . . .
In gut 20 Minuten bringt uns der Jeep auf fast 3000 Meter. Ab hier ist es nur noch erlaubt mit einem Bergführer zu den Nebenkratern weiter zu gehen. Leider erfolgen die Erklärungen hier nur auf Italienisch, Englisch und schlechtem Französisch. Also wandern wir einfach auf eigene Faust los, das scheint auch zu gehen.
Ab hier geht es nur noch mit Bergführer weiter . . . Blick in einen Nebenkrater . . . Wasserdampf steigt auf . . . Stinken tut es auch ein wenig . . . Näher darf ich nicht ran . . . Lavabrocken überall . . .
Der Ätna entstand vor etwa 600.000 Jahren an der Ostküste Siziliens an einer Stelle, wo eine Bucht weit in das Landesinnere hineinreichte . . .
Die Nacht am Fuße des Vulkans . . .
Die Nacht verbringen wir auf dem Parkplatz der Seilbahnstation. Da wir sowieso ein Parkticket für sechs Euro gelöst haben, können wir hier auch einfach die Nacht verbringen. Am Abend sind angenehme Temperaturen um die 20°C. Heute Nacht kommt mal wieder die Schlafsäcke zum Einsatz.
Auf dem Parkplatz sind wir nicht ganz alleine . . . Am Fuße des Ätna ist unser Basislager . . . Sonnenuntergang auf dem Parkplatz . . . Wieder mal ein super Ausblick auf das Meer . . .
Auf den Spuren der alten Griechen . . .

Wir haben am Fuße des Ätna auf dem Parkplatz der Seilbahnstation übernachtet. Die Temperaturen waren so angenehm kühl, das der Schlafsack zum Einsatz kam. Bei 21 Grad geht es um 8 Uhr Richtung Syrakus los. Im Unterschied zur Auffahrt, wählen wir für die Abfahrt vom Ätna die Route über Zaffarena. Statt durch schwarze Lavafelder geht es nun vorbei an Unmengen von Ginster, der voll in seiner gelben Blüte steht. Zum Glück ist um diese Uhrzeit noch kaum ein Mensch auf der wunderbaren Serpentinenstraße unterwegs. Wieder müssen wir an die Motorräder denken, die in diesem Urlaub Zuhause in der Garage geblieben sind. Es geht an Catania vorbei und dann entlang der Küste. Kurz vor Syrakus kommen wir in den morgendlichen Berufsverkehr. Erneut sind starke Nerven gefragt! Gegen 10 Uhr erreichen wir unfallfrei die der Stadt vorgelagerte Insel Ortigia. Schnell ist ein kostenloser Parkplatz gefunden. Wir haben gelernt: Blau umrandete Parkflächen dürfen wir benutzen, die gelb umrandeten sind den Einheimischen vorbehalten.
Hier steht nicht mehr viel . . . Beeindruckende Überreste der alten Kultur. . . Blick auf den Artemis-Brunnen . . .
Unser Rundgang startet am Tempel des Apoll (6. Jh. v. Chr.) und führt uns über den Hafen zum Artemisbrunnen am Piazza Archimede. Der geniale Mathematiker Archimedes soll auf Ortigia 212 v. Chr. von einem römischen Soldaten bei der Einnahme durch die Römer erschlagen worden sein. Es wird immer heißer und wir machen hier eine kleine Pause. Durch die Altstadt geht weiter zum Athena-Tempel (5. Jh. v. Chr.), der inzwischen eine Kirche beherbergt und von wunderschönen Barockfassaden umgeben ist.
Barockfassaden gegenüber dem Athene-Tempel . . . Der Tempel ist super erhalten . . . Ohne Schatten ist es ganz schön warm . . .
Wir bummeln weiter zur Fonte Aretuse, einer großen Quelle am Meer in der Papyros- Stauden wachsen. Hier schwimmen weiße Enten. Direkt daneben im Meer sehen wir viele Schnorchler in kristallklarem Wasser.
Am frühen Nachmittag steht der Archologische Park mit dem gigantischen Teatro Greco (5. – 3. Jh. v. Chr.), dessen Ränge und Bühnenhaus aus dem Fels geschlagen wurden, auf dem Programm. Ohne Hut geht gar nichts, da das Thermometer inzwischen die 40 Grad-Marke geknackt hat. Oberhalb der Ränge befinden sich eine Art kleine Höhlen, die wir zielstrebig aufsuchen. Ersten ist es hier schattig und kühler, zweitens hat man einen phantastischen Blick auf das Theater. Am besten lässt es sich dort aushalten, wo das kühle Wasserbecken ist. Sofort Schuhe aus und Füße rein. Das tut gut! Unterhalb des Theaters liegt der antike Steinbruch. Durch schattenspendende Bäume gelangen wir zum Ohr des Dionysos, einer 23 m hohen ohrförmigen Höhle. Das benachbarte römische Amphitheater können wir nicht besuchen. Hier werden zur Zeit EU-Fördergelder investiert!
Hier ohne Schatten ist es schon ziemlich warm . . . Für 10 € entern wir den Park . . . Blick auf die Bühne des Teatro Greco. Hier gibt es nach wie vor Aufführungen! . . . Hier gibt es endlich wieder Schatten . . . Füße ins Wasser. Wie gut das tut . . . Der Wasserfall spendet Erfrischung . . . Grandioser Blick auf das alte Theater . . . Unter den Bäumen endlich wieder etwas Schatten . . . Vor dem Ohr des Dionysos . . . Blick in den antiken Steinbruch . . . Der Eingang ist imposant . . . Zitronenhaine überall . . .
Weiter der Küste folgend, machen wir uns auf den Weg eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Nachdem wir gestern ja einfach so auf einem Parkplatz gestanden haben, wäre heute ein Campingplatz mal wieder nicht schlecht. Der ADAC-Campingführer hat sich als sehr hilfreich erwiesen, so auch heute. Für 35 Euro die Nacht finden wir einen schönen Platz direkt am Meer gelegen. Der Pool öffnet sogar um 21:00 Uhr nochmal für 2 Stunden und so können wir am Abend noch ein erfrischendes Bad genießen.
Um den südlichsten Punkt der Insel herum . . . Wieder sind wir zurück am Meer . . . Wir sehen fast alleine hier . . . Eigentlich muss man hier Badekappe tragen … 😉 haben wir natürlich nicht …
Entlang der Südküste . . .
Die erste Etappe geht heute nach Agrigent . . . Und dann weiter nach Marsala . . . Weiter an der Westküste bis in den Norden . . .
Da wir in den letzten beiden Tagen nur gut 250 km gefahren sind, wollen wir an der Südküste heute mal etwas „Gas“ geben. Wegen der ausgiebigen Besichtigungen, die ein absolutes Pflichtprogramm waren, haben wir ja noch nicht einmal die Hälfte der Insel umrundet. Auch der Pausetag am Meer war wichtig, um die vielen Eindrücke mal ein wenig sacken zu lassen. Sizilien ist sicher auch eine längere Reise wert.
Ich möchte noch etwas zum Verkehr in Sizilien berichten. In meiner Vorstellung hatte ich gedacht, das z.B. zu schnelles Fahren hier stark kontrolliert wird. Eigentlich ist das jedoch ganz anders. Bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h fahre ich schon meistens schon zwischen 60 und 70 km/h und bin dann eigentlich das Verkehrshindernis schlecht hin und werde andauernd überholt. Vielleicht ist auch ein deutsches Auto hier im Süden schon eine Provokation? In den manchmal sehr engen Straßen, die dann auch gelegentlich richtige Rüttelpisten sind, ist schon eine gehörige Portion Gleichmut gefragt. Irgendwie schaffen es die Italiener, das ohne Unfälle zu meistern. Aber bisher haben wir noch keine kritische Situation erlebt und das soll ja auch so bleiben.
Was ist in Italien schneller als ein Ferrari? ….. Eine Vespa ….
Entlang der Südküsten begleitet uns der „Scirocco„, der Wüstenwind, der die Hitze aus Marokko und Tunesien unerbittlich auf die Insel bläst. Bei Temperaturen um die 35 Grad genießen wir die Landschaft im gut klimatisiertem Bus.
Baumschule oder Strauchschule . . . ? Auberginen werden hier in Gewächshäusern angebaut . . . Wir nähern uns den Bergen . . .
In Agrigent hätte es noch einen seht gut erhaltenen griechischen Tempel gegeben, aber bei Temperaturen um die 35 Grad haben wir dazu nicht wirklich Lust. Also bleibt es bei einem kurzen Fotostop bei einem Teil der Ausgrabungsstätten, die aber sowieso geschlossen sind.
In Agrigent sind alle Häuser an den Hang gebaut . . . Kein Grund für einen Stadtbesuch . . . Noch immer finden Ausgrabungen statt . . . Übersetzt heißt das: “ Wegen Restaurierung geschlossen“ Riesige Salinen direkt am Meer . . .
Schon der Westen der Insel lässt uns erahnen, was der Reiseführer über den Norden der Insel verspricht. Immer größer werden die Berge, die wir in Richtung Nordküste auf kurvigen Landstraßen umrunden. Vorbei an Mamorsteinbrüchen, in denen riesige weiße Quader gebrochen werden, geht es immer wieder mal an die Küste wo uns weitläufige Salinenfelder erwarten. So abwechslungsreich ist die Landschaft, dass der Blick manchmal nicht weiß, wo er zuerst hinsehen soll.
Schon wieder ein Ausblick, den man eigentlich nicht fotografieren kann . . . So große Marmorsteinbrüche haben wir auch noch nie gesehen . . . Was für Bergmassive hier . . . So endet ein Bulli-Leben . . .
Für die Nacht haben wir uns einen Platz am Strand bzw. Hafen ausgesucht. An der südwestlichsten Spitze liegt San Vito La Copo, eigentlich in einem Naturschutzgebiet gelegen und weder im Reiseführer noch auf der Karte als Besonderheit erwähnt. Weit gefehlt, der absolute Touriort. So viele Restaurants und Geschäfte hatten wir wirklich nicht erwartet. Dafür lockt ein Bombenstrand umrahmt von einem Megafelsen. Am Abend füllt sich die Stadt mit so vielen Urlaubern das ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, wo die alle übernachten. Nichts desto trotz finden wir ein nettes Lokal mit passendem Speiseangebot.
In der Nähe vom Strand suchen wir uns einen Übernachtungsplatz . . . Ferien in Italien . . . Standplatz am Rande der Bucht . . . Hier ist ein Naturschutzgebiet . . . Der beste Platz ist immer am Meer . . .
Am Rande des Hafens finden wir einen Parkplatz mit blauen Markierungen, lösen für günstige 4,50 € ein Parkticket und haben mal wieder die beste Aussicht auf das Meer am einem ruhigen Platz für die Nacht.
Entlang der Nordküste . . . wieder auf das Festland

Da der Norden der Insel außer Cefalu nicht wirkliche Highlights verspricht, haben wir beschlossen die Nordküste bis Messina aus dem klimatisiertem Auto zu genießen und Kilometer zu machen. Auch die Megacity Palermo umfahren wir. Irgendwie haben wir keinen Bock auf Großstadthitze und stressigen Verkehr. Palermo ist sicher mal eine Reise wert, dann aber mit mehr Zeit und gemäßigten Temperaturen.
Bestes Transportmittel in Italien bleibt einfach der Roller. . . Immer wieder an der Nordküste begleiten uns große Felsen . . .
Aufgrund der Steilküste ist es fast unmöglich nur die kleinen Küstenstraßen zu fahren. So ist schnell der Entschluss gefasst die mautfreie Autobahn zu nehmen. Dieses bringt uns schneller voran und ermöglicht zudem die weitaus besseren Aussichten auf die bergige Landschaft und die wirklich steile Küste. In Cefalu machen wir trotzdem einen kurzen Abstecher, der uns wie erwartet gut eine Stunde Zeit kostet. Im stop-and-go Tempo rollen wir an der Altstadt vorbei an den, wie war es anders zu erwarten, überfüllten Strand. Italien hat auch hier Urlaub. Die Autostrada bringt uns schnell in Richtung Messina. Immer wieder geht es durch ungezählte Tunnel, die dazwischen dem Blick auf Berge und Küstenstreifen freigeben. Eine echte Herausforderung für mich als Fahrer. Sonnenbrille auf, Sonnenbrille ab, Sonnenbrille auf, Sonnenbrille ab … usw. Ungewohnt sind für uns auch die Geschwindigkeiten. In Italien wird im Tunnel 130 km/h gefahren und ist auch erlaubt. Mit derartiger Geschwindigkeit aus gleißendem Sonnenschein in so ein schwarzes Loch zu fahren ist schon ein mulmiges Gefühl. Manchmal sind die Tunnel auch nicht beleuchtet.
Der Hafen von Messina ist fast erreicht ….Gleich geht es wieder auf die Fähre. . . Am Hafen von Messina . . . Die Wartezeit ist nur kurz . . . Diesmal haben wir eine offene Fähre. . . Ein letzter Blick auf Sizilien . . . One-Way … 38 € … geht es wieder auf das Festland
Neuer Platz für unseren zweiten Pausetag . . . Wieder mal in der ersten Reihe am Strand . . .
Pausetag an der Costa Verde . . .
Gut 440 km sind wir gestern gefahren und 4.128 km liegen nun schon auf der Reise der Umrundung Italiens hinter uns. Um die vielfältigen Eindrücke der letzten Tage auf Sizilien ein wenig zu verarbeiten und auch mal wieder einen Badetag am Meer zu genießen, machen wir Station an der Costa Verde. Nach Besichtigung einiger Campingplätze, an denen es uns einfach zu laut war, haben wir am Faro Capo Vaticano in der Nähe von Tropea am Ionischen Meer einen passenden Platz gefunden. Wieder mal direkt am Meer gelegen bietet dieser uns den gewünschten Sandstrand und wenig Animation. Klein aber fein, so hatten wir es uns gewünscht. Bei passender Sicht blicken wir am Abend noch auf die Vulkaninsel Stromboli und nehmen noch kurz ein erfrischendes Bad am kleinen Sandstrand.
Am Abend ist der Strand sehr leer . . . Im Schatten lässt es ich aushalten . . . Klein, aber fein . . .
Als Frühaufsteher genieße ich am Morgen die „kühlen“ Temperaturen und die Ruhe am Strand. Genug Zeit mal wieder den Blog mit ein paar Texten zu ergänzen.
Amalfi, Pompei und die Nacht im Krater des Vulkans
Wieder zurück auf dem Festland geht es weiter an der Küste von Amalfi in Richtung Neapel. Die Straße entlang der Küste ist wohl eine der härtesten Straßen, die ich je in meinem Leben gefahren bin. Aber ich muss auch sagen, eine der schönsten. Gut 40 km geht es auf kurvigen Straßen von einer Bucht in die nächste. Die Straße ist megaschmal und natürlich am Sonntag stark frequentiert. Das Durchschnittstempo liegt bei 20-25 km pro Stunde und in jeder Kurve wartet eine neue Überraschung. Mal ein Bus, mal ein Italiener, der die Kurve schneidet und dazwischen immer wieder Motorräder und Roller, die den Sonntag natürlich für einen Ausflug nutzen.
Ab hier wird es kurvig . . . Amalfi kommt in Sicht . . . Hier wird es besonders eng . . . Auch Ravello liegt direkt an der Küste . . . Furore ist weit an den Hang gebaut . . . Jeder Strandabschnitt ist maximal ausgenutzt . . .
Gleich kommt sicher wieder ein Bus . . . Wusste ich doch . . . Gut geparkt . . . Die Insel Capri kommt in Sicht . . . So blau kann Wasser sein . . .
Wir sind froh, die Küste von Amalfi umrundet zu haben. Beide Spiegel am Auto haben unsere Fahrt ohne Schäden überstanden. Welch ein Wunder!
Am Mittag erreichen wir Pompei. Nach der Fahrt im angenehm klimatisierten Auto haben wir uns eine schweißtreibende Besichtigungstour der antiken Stadt doch richtig verdient. Mit vielen anderen, auch Asiaten sind zu Hauf anwesend, schlendern wir in brütender Hitze durch die antiken Stätten. Okay, wir haben nur die kleine zweistündige grüne Tour gewählt. Ich wüste nicht, wie man die die große, die dauert nämlich min. 4 Stunden, ohne begleitenden Wasserversorgungswagen überstehen könnte. Aber auch die zwei Stunden sind schon ein Erlebnis.
Die ersten Einblicke in die alten Ruinen . . . Selbst die Wandbemalungen sind noch sichtbar . . . Erst mal einen Überblick verschaffen . . . So sieht es von oben aus . . . In der Therme . . . Im Bordell gibt es auch bebilderte Anleitungen . . .
So viel Sex . . . in der Hitze . . . .? Wir hatten eigentlich Mc Donalds erwartet . . . Im Haus des tragischen Dichters . . . Hier werden die Gipsabgüsse der Todesopfer restauriert . . . Hausrat-Lager . . . So kauernd ist dieser Mensch gestorben . . .
Nach gut zwei Stunden sind wir derartig durchgeschwitzt und einfach fix und alle, das wir nach einem Platz für die Nacht Ausschau halten. Der ADAC-Reiseführer bietet einen Campingplatz in einem erloschenen Vulkankrater an. Das ist genau das Richtige für uns. Nur etwas eine halbe Autostunde entfernt, ca. 30 km von Pompei, liegt der erloschene Krater von Solfatara. Mitten im Krater ist ein Campingplatz mit wunderbarem Pool und üppigem Baumbestand.
Für „Dickschiffe“ schon etwas eng . . . Schon die Einfahrt ist etwas abenteuerlich . . . Der Krater hat einen Durchmesser von ca. 700 m . . . Überall brodelt es . . .
Und es stinkt nach Schwefel . . . An jeder Ecke raucht es . . . Fast aus jedem Loch . . .
Im krassen Gegensatz ist die andere Seite des Kraters dicht mit großen Bäumen bewachsen. Hier ist der Campingplatz, der nur eine geringe Geruchsbelästigung hat. Der Pool bietet uns in lauwarmem Wasser, nach dem doch anstrengenden Tag eine kleine Erfrischung.
Wieder stehen wir schön schattig unter den Bäumen . . . Einen Pool hat es auch . . .
La dolce Vita . . . der schiefe Turm . . . und die Alpen . .
Über Pisa weiter nach Lucca . . . .
Nachdem wir gestern einen faulen Tag gemacht haben, an den Thermen haben wir uns prima erholt, geht es heute weiter Richtung Norden nach Pisa und Lucca. Es tat noch mal gut, vor der Heimreise einen dritten Pausetag einzulegen. Obwohl es wieder mit 35°C und viel Sonnenschein sehr heiß war, haben wir das Bad in den warmen Thermen doch sehr genossen. Wir haben wieder auf dem Stellplatz von gestern übernachtet und dort wunderbar zu Abend gegessen. Christiane hat lecker was eingekauft. Gottseidank sind die Nächte etwas kühler geworden, so dass wir auch angenehm schlafen können. Drei Wochen mit Temperaturen zwischen 30 und 40° haben uns schon etwas zugesetzt.
An der Küste die letzten Blicke auf das Meer . . . Elba liegt in der Ferne . . .
Von Piombino geht es noch ein Stück an der Küste entlang und wir fahren weiter Richtung Pisa und Lucca. Den Schiefen Turm müssen wir uns einfach anschauen! Doch diese Idee haben neben uns noch tausende andere Menschen. Unglaublich, wie voll es auf dem Piazza dei Miracoli ist. Klar, denn der Turm ist eins der meist besuchtesten Bauwerke der Welt. Trotzdem sind wir von dem Ensemble aus Schiefem Turm, Baptisterium und Dom, alles aus weißem Carrara-Marmor begeistert. Der Turm ist schiefer als erwartet und damit er sich nicht weiter neigt, wurde er mit Stahlseilen und einer Betonhülle um den Sockel und einem ca. 700 Tonnen schweren Bleibarren als Gegengewicht gesichert.
Der Eingang zu den Menschenmassen von Pisa . . . Auf dem Piazza dei Miracoli ist es schon voll . . . Der Dom ist die erste Kirche die wir erleben, in der Eintritt genommen wird . . . Wirklich schief . . . Der Turm ist schiefer als gedacht . . .
Die vielen Besucher aus aller Herren Länder lassen uns Pisa schnell wieder verlassen. Weiter geht es nach Lucca. Hier ist ein Parkplatz am Bahnhof gefunden und durch die schon von den Römern erbaute Stadtmauer geht es in die die verwinkelte Innenstadt. Die größte erhaltene Stadtmauer Europas beeindruckt uns durch 4 km Länge, 12 m Höhe und fast 30 m Breite. Vorbei am Dom geht es zur Via Fillungo. Wunderschöne kleine Läden hinter alten Fassaden laden hier zum Bummeln ein.
Schöne Altstadt in Mitten der imposanten Stadtmauer . . . Auch Lucca hat einen Dom . . . Die engen Gässchen locken zum Shoppingerlebnis . . .
Am Abend fahren wir noch Richtung Modena bis zum Passo di Abetone. Auf 1.300 Metern erwartet uns die erste kühlere Nacht seit Wochen. Die dunkle Passstraße ist nicht einfach zu fahren und so benötigen wir die eigentlich kurze Strecke fast zwei Stunden. Die Nacht verbringen wir auf einem Parkplatz in der Passhöhe. Eigentlich für Wohnmobile verboten, aber was schert uns das . . .
Ein toller Blick in das Tal . . . Mit 18° aber etwas kühler. . . Am verbotenen Platz. . . Jetzt noch besser . . .
In der Stadt der schnellen Autos. . .
Da unser Weg uns über Maranello, dem Sitz des Ferrariwerks führt, ist hier natürlich ein Zwischenstop Pflichtprogramm. Für 15 € pro Nase besichtigen wir das Ferrari- Museum, in dem alle Formel 1 Rennwagen und auch viele weitere Seltenheiten ausgestellt sind. So nah dran ist man ja nicht so oft.

So mancher Prototyp…… In Maranello machen wir einen kurzen Stop . . . Echte Rennwagen….
Weiter geht es Richtung Norden bis nach Meran. Hier können wir die Zeit noch ein wenig zum Einkaufen nutzen. Mitten in der Stadt gibt es einen Campingplatz, der nur gut 500 m von der Altstadt entfernt ist. Da können wir heute sicher noch das passende Lokal für unser letztes Abendessen finden. Die Temperaturen sind hier ein wenig angenehmer und so ist es am Abend noch schöne 25 Grad.
Bye bye Toskana. . . hello Südtirol . . .
Nach der Übernachtung am Passo di Abetone geht es durch die Emilia- Romagna am Lago di Garda vorbei zu unseren letzten Zwischenstop nach Meran. Um im Zeitplan zu bleiben, haben wir beschossen, die Fahrt durch die Lombardei und das Trentino mit einem kurzen Stück Autobahn zu beschleunigen. Dieses bringt uns auf der Strecke von gut 380 km ganze zwei Stunden. Da die Urlaubsregion rund um den Gardasee gut besucht ist, nehmen wir die 12,40 € Maut in Kauf und genießen bei zügiger Fahrt den Ausblick auf die Alpen.
Hier ist nun der letzte Teil unseres Reiseberichtes. So langsam sind wir auf dem Heimweg, aber ich denke es werden noch einige schöne Station folgen. Wir freuen uns, dass Ihr unseren Blog mit so viel Interesse verfolgt und wünschen viel Spaß beim Lesen.
Nach 5.926 km beginnt nun die letzte Etappe auf dem Weg nach Hause. Gut 900 km liegen nun noch vor uns und führen uns über Österreich wieder nach Deutschland. In Samnaun wollen wir wieder günstigen Diesel tanken und natürlich wieder zollfrei einkaufen.
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