Warum ich die Gasversorgung ändere

Seit 2014 bin ich mit dem Standard-Gassetup unterwegs. Warum ich das jetzt ändere und welchen Vorteil auch Dir das bietet, darum geht es in diesem Beitrag. . .

In all den Jahren habe ich mich mit den hohen Preisen der Campingaz Flasche 907 arrangiert. Schließlich gab es auch kaum eine Alternative. Vereinzelt hatte ich im California Forum schon von der Möglichkeit gelesen diese Gasflasche auszutauschen, dieses aber als Exoten-Lösung abgetan.
„Sicher ist das eigene Befüllen viel zu gefährlich und auch zu kompliziert. Wo kann ich das unterwegs machen und macht das überhaupt jemand wenn ich unterwegs bin?“
Grundsätzlich ist aber der Austausch der Flasche kein Hexenwerk. Schon seit Jahren bietet die Firma Gardinger eine entsprechende Austauschflasche mit einem speziellen Sicherheitsventil zum selber befüllen an . Dieses Ventil ermöglicht das Umfüllen der Gasflasche in Eigenregie. Benötigt wird lediglich ein Umfüllschlauch und natürlich eine zweite Gasflasche zum nachfüllen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine 5kg oder 11 kg Gasflasche handelt. Und was soll ich Euch sagen? Es ist tatsächlich kinderleicht.

Da es ich um Propan-Gas handelt bringt die Sache auch noch einen weiteren Vorteil. Es funktioniert auch noch wenn es kälter ist. Hier ist das originale Butan-Gas aus der 907 absolut im Nachteil.
Wir haben diese Umrüstung nach der Reise auch beim Sprinter, Ihr wisst schon, in der „big sister“ gemacht. Hier sind ja ebenfalls die Campinggaz 907 vorgesehen. Warum? Wer uns auf der 3-monatigen Reise rund um die Ostsee begleitet hat, weiß schon Bescheid.
In ganz Skandinavien ist es quasi unmöglich eine Campingaz Flasche vom Typ 907 zu tauschen. Butan-Gas ist aufgrund der negativen Eigenschaften bei Kälte in den nordischen Ländern absolut unüblich. Da stehst Du erstmal mit dem kurzen Hemd da und nix ist mit kochen. Mit der Gardiner Flasche gehört das zukünftig der Vergangenheit an.

Bleibt noch das Problem mit dem Nachfüllen der Flasche auf Reisen bzw. unterwegs. Schliesslich kann man diese Flasche auch nicht einfach tauschen. Ganz unabhängig davon gibt es natürlich eine Menge Stationen und Händler in ganz Europa die Euch Eure Propangasflaschen für ein geringes Entgelt wieder auffüllen, aber es geht noch viel viel einfacher.
Ihr könnt die neue Propan-Flasche mit dem hier gezeigten Adapterkit an jeder Tankstelle an der es sogenanntes LPG-Gas, also Autogas gibt, selber befüllen. Das funktioniert genauso wie das Befüllen aus einer anderen Porpangasflasche nur eben mit einem anderen Adapter.

Da zum Tanken von LPG in Europa leider unterschiedliche Adapterschläuche zum Einsatz kommen, braucht man hierfür ein Set mit vier Adaptern. Alternativ könnt Ihr auch dieses Adapterset verwenden. Ich habe beide ausprobiert und im Prinzip sind beide gleich gut. Ich möchte hier aber nicht unerwähnt lassen, das diese Möglichkeit in Deutschland offiziell nicht erlaubt ist. Aber dort müsst Ihr das ja auch nicht machen, da Ihr dort aus den ganz normalen 5 kg bzw. 11 kg Flaschen umfüllt.
Der Hersteller hat zum Umfüllen aus deutschen Gasflaschen als auch zum Befüllen mit den LPG Adaptern einige Videos auf YouTube veröffentlicht. Es empfiehlt sich diese vorab einmal angesehen zu haben. Hier wird auch auf einige Sicherheitsmaßnahmen eingegangen, die beim Umgang mit Gas eigentlich selbstverständlich sein sollten.

Mein Fazit zum Umstieg auf eine selbstbefüllbare Flasche:
Der Einbau ist kinderleicht und man benötigt noch nicht einmal einen neuen Gasregler. Das Befüllen klappt mit ein bisschen Übung bei uns sehr gut und ich bereue diesen Umbau nicht schon früher gemacht zu haben.
Hast Du noch Fragen? Bist Du Dir noch unsicher oder hast Du auch schon eine Propangasflasche an Bord. Schreibt mir doch sehr sehr gerne in den Kommentaren Eure Meinung zum Thema der Gasversorgung oder Eure alternativen Lösungen. Ich bin sehr gespannt.


Und denkt bitte immer daran! Der Umgang mit Gas ist nicht ungefährlich. Wenn Ihr aber die üblichen Sicherheitsmassnahmen und die entsprechenden Vorschriften befolgt ist das alles auch für ungeübte absolut machbar und kein Hexenwerk.

4 Antworten auf „Warum ich die Gasversorgung ändere“

  1. Sehr sehr gerne 🙂 Ich hab da demnächst noch einen Beitrag zum besten Campingkocher…. Viele Grüsse

  2. Die Gasprüfung für den TÜV macht bitte auch keine Probleme? Muss etwas eingetragen werden – schließlich wird die Gasanlage geändert?

  3. Hallo Bernd, ja, das ist eine wichtige Frage. Bei meiner letzten TÜV Prüfung im Oktober wollte man überhaupt keine Unterlagen zur Gasprüfung sehen. Ich denke dass die Gasprüfung keine Bedingung mehr für die TÜV Prüfung ist. Aber im Grundsatz hast du mit dem Tausch der Flasche die Gasanlage ja auch gar nicht geändert. Brenner, Druckregler und Schläuche sind ja im Originalzustand. Du hast lediglich das Medium gewechselt und verwendest nun Propan statt Butan. Und natürlich handelt es sich bei der neuen Flasche um eine geprüfte zugelassene Flasche mit der Du auch die Gasprüfung bestehen solltest. Viele Grüße

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